Sehenswürdigkeiten

La Tene Ofen ObersdorfEisenzeitlicher Schmelzofen Obersdorf  Durch die Oberfläche nah vorkommenden Eisenerze welche ohne kompilierte bergbauliche Verfahren gewonnen werden konnten reicht die Periode der Eisenverhüttung im Siegerland schon bis in die La-Tène-Zeit 500 v. Chr. zurück. Davon zeugt der eisenzeitliche Windofen Silberquelle in Wilnsdorf-Obersdorf.

 Förderturm NiederdielfenFörderturm Niederdielfen Auf dem Gebiet der Gemeinde Wilnsdorf waren bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts insgesamt 8 Gruben in Betrieb. Der ursprüngliche Förderturm der Grube Grimberg in Niederdielfen wurde im Jahre 1911 als der Betrieb eingestellt wurde abgerissen. 1995 wurde auf dem Grubengelände der Förderturm des Julianschachtes aus Bensberg wiederaufgebaut und erinnert somit an die fast 2500 jährige Geschichte des Bergbaues und der Eisenverhüttung in der Region. Der 16m hohe Turm mit seinem Schachtgebäude ist dabei trotz das er nicht aus der Region kommt als typisch für die Förderanlagen im Siegerland anzusehen.

Muehle NiederdielfenWassermühle Niederdielfen Die am dem Filsbachtälchen gelegene Mühle aus der ersten hälfte des 17. Jahrhunderts wurde in den Jahren 1992 / 93 funktionstüchtig restauriert und kann bei Gelegenheit mehrere Male im Jahr in Betrieb besichtigt werden. Das Mahlwerk der Mühle einschließlich der zum Teil geschmiedeten zum Teil aus Gusseisen hergestellten Mechanik ist vollständig erhalten. Das Bau Datum lässt sich allerdings nicht genau bestimmen. Urkundlich belegt ist die Mühle aus der ersten hälfte des 18. Jahrhunderts mündliche Überlieferungen gehen aber auf das Jahr 1729 zurück.

 Kapellenschule RinsdorfHeimatstube Rinsdorf In der im Jahre 1791 erbauten ehemaligen Kapellschule werden  Zeugnisse und Werkzeuge aus der Bergbaugeschichte und der Siegerländer Handwerkskunst ausgestellt. Zudem gibt es einen originalgetreu eingerichtet Schulzimmer aus dem 19. Jahrhundert. Vor dem Gebäude befindet sich eine Bergmannsstatue und Grubenwagen. Im Anbau sind zahlreiche landwirtschaftliche Geräte zu sehen.

 Dorfschmiede Wilden Die aus der Mitte des 19. Jahrhundert stammenden Schmiede ist dank des Einsatzes des Wildener Heimatvereins fast vollständig erhalten und kann bei besonderen Anlässen auch in Betrieb besichtigt werden. Die Schmiede stand ursprünglich im Köhlerweg und wurde 1984 in der Ortsmitte von Wilden wiederaufgebaut.

 Arrest wilnsdorfArrestgebäude Wilnsdorf Das Arrestgebäude ist eine der wenigen vollständig erhaltenen Gebäude dieser Art überhaupt und ist ein gutes Beispiel für die polizeiliche Arbeit des 19. Jahrhunderts. Zwischen 1839 und 1959 wurde das Gebäude als Arrestgebäude genutzt und bietet einen einen Einblick in den Strafvollzug der damaligen Zeit.

 Kirche Rödgen Pfarrkirche Rödgen Die Pfarrkirche in Wilnsdorf-Rödgen wurde am 04.03.1327 das erste mal urkundlich erwähnt. Die alte Kirche wurde 1778 wegen Baufälligkeit abgerissen und zwischen 1779 und 1782 in der heutigen Form wiederaufgebaut. Aufgrund von Streitigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten wurde in den Jahren 1787/88westlich des Turm eine neue Kirche gebaut so das sich der Kirchturm in der Mitte des Gebäude befindet und von beiden Konfessionen benutzt werden konnte. Somit stellt sie auch ein Zeichen der Kompromissbreitschaft zwischen den beiden Konfessionen dar.

EremitageEremitage Die Wallfahrtstätte Eremitage stammt aus dem Jahre 1684 . Zu dieser Wallfahrtstätte gehört ein eine Kapelle ein Heiligenhäuschen mit Eremitengrab ein Kreuzweg ein Waldaltar und eine Eremitenklause. In der Kapelle befindet sich ein Altar aus dem Jahre 1736 . Die Klause gehört zu den ältesten Fachwerkhäusern im Siegerland.

 Rieselwiese WilnsdorfRieselwiese In Rinsdorf befindet sich an der Landesstraße L 907 die aus dem Jahr 1996 stammende Rieselwiese. Da für die Herstellung der für die Eisenverhüttung  Holzkohle im Siegerland keine Wälder gerodet werden durften waren Heuwiesen für die Futter Gewinnung für das Vieh mangel Ware. Aus diesem Grund wurden die wenigen Wiesen in den Talgründen von den siegerländer Bauern seit 1534 mittels eines komplexen Systems bewässert um sie durch die im Wasser enthaltenen Schwebstoffe und Mineralien ertragreicher zu machen. Somit konnten die Erträge für das Winterfutter um ein Drittel gesteigert werden. Durch die 1853 in Siegen gegründete Wiesenbauschule wurde der siegerländer Wiesenbau weltweit. Erst durch die Entwicklung des Kunstdüngers und der Drainagetechnik verlor der Wiesenbau und somit auf die Rieselwiesen seine Bedeutung.

 Geschichte Der Ort ’’’Wilnsdorf’’’ wird im Jahre 1185 unter dem Namen ’’Willelmesdorf’’ erstmals urkundlich erwähnt. Neben dieser Bezeichnung ist allerdings auch noch die Bezeichnung ’’Wielandisdorf’’ überliefert. Dieser Name basiert auf der Legende das in der Nähe des Ortes der sagenumwobene Schmied ’’Wieland’’ gelebt haben soll. Die Rolle des Bergbaues und der Eisenverhüttung reicht wie im restlichen Siegerland auch hier weit zurück. Die erste Grube auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde wurde 1298 erstmals erwähnt. Zwischen dem Ende des 12. und der Mitte des 17. Jahrhunderts befand sich die Burg und das Schloss der Ritter von Kolbe in Wilnsdorf. Sie waren in dieser Zeit die Vögte der Fürsten von Nassau-Siegen in weiten Teilen des Siegerlandes . In der Zeit Napoleons gelangte Wilnsdorf wie das restliche  Siegerland unter die Herrschaft des Großherzogtums Berg. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden die nunmehr in Preußen gelegenen Gemeinden Eisern Obersdorf-Rödgen Rinsdorf Wilgersdorf Wilnsdorf Nieder- und Oberdielfen. zum Amt Wilnsdorf zusammengefasst. Später kam aus dem Amt Burbach noch die Gemeinde Wilden hinzu. Im Jahre 1957 war es mit dem Bergbau in Wilnsdorf zu Ende und die letzte Eisengrube wurde geschlossen. Am 1. Januar 1969 wurden die bisher eigenständigen Gemeinden zur Großgemeinde Wilsdorf zusammengeschlossen. Eine Ausnahme bildete die Gemeinde Eisern die zur Stadt Siegen kam.

Quelle: Gemeinde Wilnsdorf